Jens

  • Ort:Gera, Thüringen, DE
  • Über JensCochlea-Implantatnutzer
  • Art des Hörverlusts:beidseitiger Hörverlust
    prälinguale Schwerhörigkeit
    progressiver Hörverlust
  • Hobbys:Musik hören, Reisen

Meine Hörgeschichte


Ich, Jahrgang 1966, bin seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig, das wurde bereits in meinem ersten Lebensjahr festgestellt. Mehr als 40 Jahre lang trug ich Hörgeräte. Das funktionierte während meiner Schulzeit und auch während meiner Ausbildung zum Betriebswirt gut. Selbst im Beruf kam ich noch lange mit Hörgeräten zurecht. Allerdings verschlechterte sich mein Hörvermögen nach 8 Hörstürzen allmählich. Mit Anfang 40 wurden Unterhaltungen in der Gruppe und auch das Telefonieren mühsamer. Ich fühlte mich zusehends verunsichert: Wie würde meine Zukunft aussehen? Wie sollte es weitergehen, wenn ich immer schlechter höre? An der HNO-Klinik Jena machte man mich zum ersten Mal sehr spät auf das Cochlea-Implantat als mögliche Hörlösung aufmerksam. Mein niedergelassener HNO-Arzt Dr. Matthias Eichhorn begleitete mich dann auf dem Weg zum Cochlea-Implantat.


Mein Leben mit Implantat


Mit 44 Jahren erhielt ich rechts mein erstes Implantat in Erfurt. Die Reha fand, nachdem die länger dauernde Anpassung im CI-Zentrum Thüringen in Erfurt abgebrochen werden musste, in St. Wendel statt und war ein überwältigender Erfolg. Ich selbst war jedenfalls begeistert, denn plötzlich konnte ich wieder viel besser kommunizieren, wieder ohne Anstrengung telefonieren, kurzum - meine Lebensqualität hatte sich ab der Reha in St. Wendel sprunghaft verbessert.
Auch in meinem Beruf als Verwaltungsbetriebswirt im öffentlichen Dienst merkte ich die Verbesserungen: ich konnte wieder telefonieren, mich unterhalten und mir auch spezielle Aufgaben zutrauen, welche ausschließlich Hörenden vorbehalten bleiben. Vorbei war die Zeit, in der Unsicherheit, Unbehagen dominierten. Was für eine Erleichterung!
Mit meiner Lebenspartnerin unternehme ich gerne Reisen, die mit dem besseren Hören doppelt so viel Spaß machen. Und nicht zu vergessen: die Musik! Ich höre gern Musik und bin hocherfreut, dass das mit dem Cochlea-Implantat gelingt. Geräte wie der AudioLink und der Comfort Audio erleichtern mir das Hören zusätzlich in herausfordernden Hörsituationen.
Der durchschlagende Erfolg des CI rechts und mein abnehmendes Hörvermögen links ließen mich acht Jahre später den Weg zur beidseitigen Implantatversorgung beschreiten, dieses Mal an der Uniklinik Mannheim bei Dr. Servais.
Heute fühle ich mich mit meinen beiden Cochlea-Implantaten wie neugeboren – und habe eine beeindruckend neue Lebensqualität erfahren - ein starkes Gefühl!

Meine Aufgabe als Hörpate


Ich war 1990 Gründungs- und in Folge mehrerer aufeinander folgender Hörstürze leider nur kurze Zeit Landesvorsitzender des DSB-Landesverbandes Thüringen und kenne mich mit dem Thema Hörschädigung und insbesondere Hörverlust bestens aus. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, Betroffenen Mut zu machen: Mut und Unterstützung bei den ersten Schritten zu einer besseren Lebensqualität, Mut zu einer gleichberechtigten Teilhabe am Leben.

Mein wichtigster Tipp


Es gibt etwas, das Schwerhörige zu neuem Leben erwecken kann: das Cochlea-Implantat. Ergreifen Sie die Chance, Ihre Lebensqualität wieder zu verbessern. Und wenn Sie Fragen oder Zweifel haben, kontaktieren Sie mich!