Menü
HörPaten von MedEl

Die HörPaten: Hilfe aus erster Hand bei Hörverlust

05.April.2017

Auf Reisen mit Hörimplantat: Tipps von unseren HörPaten

Die Ferienzeit steht vor der Türe, die Koffer sind gepackt. Damit Sie als Hörimplantat-Nutzer auch im Urlaub immer gut hören, haben unsere HörPaten einige Tipps für Sie aufgelistet.

Die Vorbereitungen

Ihre Packliste sollte neben Badehose, Reiseführer, etc. auch die wichtigsten Untensilien rund um das Hörimplantat beinhalten, etwa:

  • Fernbedienung
  • Genügend Reservebatterien oder
  • Ladegerät für akkubetriebene Prozessoren
  • Reiseadapter für Netzstecker
  • Wasserdichte Schutzhüllen für den Audioprozessor
  • Aufbewahrungstäschchen für den Audioprozessor
  • Trockenkit
  • Reinigungsutensilien (z.B. kleine Bürste und Tuch für das Mikrofon)
  • Ersatzteile wie Reservekabel, Batteriefachabdeckungen oder Spule
  • Patientenkarte

Wenn Sie für alle Fälle gewappnet sein wollen, bestellen Sie bei Ihrem Implantathersteller ein Leihsystem für den Audioprozessor.

Die Reise kann beginnen

Packen Sie die wichtigsten Hör-Utensilien in ein extra Täschchen: Wenn Sie Fernbedienung, Batterien und Patientenkarte immer griffbereit haben, steht einem ununterbrochenen Hören nichts mehr im Wege.

Auch mit dem Flugzeug können Sie unbesorgt in ihr Urlaubsdomizil reisen. Sie können den Audioprozessor auch eingeschaltet lassen, wenn Sie die Sicherheitskontrolle passieren. Weisen Sie Ihre Patientenkarte vor, wenn der Detektor dennoch anschlägt. Sie können das Flughafenpersonal auch bitten, Sie außerhalb des Metalldetektors passieren zu lassen. Der ADAC hat übrigens für CI-Träger ein eigenes Formular zum Download erstellt:

https://www.adac.de/reise_freizeit/ratgeber_reisen/reisemedizin/tipps-infos/tipps/cochlea-implantat.aspx

Unsere HörPaten geben Ihnen gern aus erster Hand Tipps zur Vorgehensweise bei der Sicherheitskontrolle. Auch während des Fluges können Sie Ihren Audioprozessor nutzen. Nur die Fernsteuerung müssen Sie abschalten. Unsere HörPaten sind reiseerfahren und geben Ihnen gern Auskunft über die Verwendung des Implantats beim Fliegen.

Am Urlaubsort

Wenn Sie einen Badeurlaub verbringen und auch im Meer, See oder Pool alles hören möchten, erkundigen Sie sich bei unseren HörPaten nach ihren Erfahrungen mit wasserdichten Schutzhüllen für den Prozessor. Wenn Sie den Prozessor lieber ablegen möchten, bewahren Sie ihn unbedingt im vorgesehenen Täschchen auf. Pralle Sonne und Sand tun ihm nicht gut!

Sie machen einen Städtetrip? Erkundigen Sie sich vor Ort beim Museumsbesuch oder der Stadtführung, ob eine FM-Anlage vorhanden ist. Diese erleichtert Ihnen das Hören ebenfalls.Auch Aktivurlauber kommen voll hörend auf Ihre Kosten. Einen (Fahrrad)helm können Sie auch mit Audioprozessor tragen. Unsere HörPaten kennen außerdem Accessoires wie Stirnbänder oder spezielle Aktiv-Trageoptionen, die den Prozessor auch bei Action sicher am Kopf halten.

Kontaktieren Sie einen HörPaten, um noch weitere nützliche Tipps für den Urlaub zu erhalten. Einen schönen Urlaub wünscht Ihnen Ihr HörPaten-Team!

Erste Resolution zu Hörverlust seit 22 Jahren von Weltgesundheitsversammlung in Genf verabschiedet

Die Weltgesundheitsversammlung verabschiedete heute in Genf eine neue Resolution zur Eindämmung der negativen Auswirkungen von Hörverlust. Weltweit sind 360 Millionen Menschen, also rund 5% der gesamten Weltbevölkerung, von einschränkendem Hörverlust betroffen. Dennoch stand dieses Thema nie auf der globalen Gesundheitsagenda.[1]

Hörverlust schränkt nicht nur die Kommunikation ein, sondern hat auch massive Auswirkungen auf Bildung, Einkommen und sozialen Status – kurz die gesamte Existenz – Betroffener. Aktuelle Studien konnten auch eine Verbindung zu einer Reihe anderer gesundheitlicher Probleme nachweisen. Schwerhörigkeit wird etwa mit einem rascheren geistigen Abbau, Depressionen und Demenz – einer der größten Belastungen für Gesundheitssysteme weltweit – in Zusammenhang gebracht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die sozialen und wirtschaftlichen Folgekosten von unbehandeltem Hörverlust auf rund 750 – 790 Mrd. USD jährlich.

Die gute Nachricht: Hörverlust wäre oft vermeidbar, erfolgreiche und kostenwirksame Behandlungen stehen zur Verfügung. Dazu zählen Hörgeräte und Hörimplantate, die sogar hochgradig schwerhörigen Menschen das Hören wieder ermöglichen.

Als ersten Schritt, um die neue Resolution voranzutreiben, fand während der Weltgesundheitsversammlung in Genf ein Roundtable unter Vorsitz der HEARRING Gruppe statt. Vertreter verschiedener Organisationen aus WHO Mitgliedsländer suchten gemeinsam nach Lösungsansätzen zur Eindämmung von Hörverlust bei einer immer älter werdenden Bevölkerung. Die Die Teilnehmer diskutierten, wie effektive Behandlungsmethoden, etwa Hörimplantate, die weltweiten Gesundheitssysteme nachhaltig entlasten könnten und wie Diagnose, Behandlung, Rehabilitation und Pflege von schwerhörigen Menschen verbessert werden können.

Über die Weltgesundheitsversammlung 2017

Die Weltgesundheitsversammlung ist das Entscheidungsgremium der Weltgesundheitsorganisation. Die Delegierten aller WHO Mitgliedsstaaten treffen zusammen, um eine vom Exekutivrat vorbereitete spezifische Gesundheitsagenda abzuarbeiten. Die Weltgesundheitsversammlung legt die Programme der Organisation fest, ernennt den Generaldirektor, überwacht die finanziellen Geschäfte und prüft und genehmigt Budgetvorschläge. Die Weltgesundheitsversammlung findet jährlich in Genf, Schweiz, statt.

Über HÖRVERLUST

Mehr als 5% der Weltbevölkerung – rund 360 Millionen Menschen – leben mit einschränkendem Hörverlust (328 Millionen Erwachsene und 32 Millionen Kinder)[2]. Etwa ein Drittel aller über 65-Jährigen sind schwerhörig. 2Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt bei Hörverlust verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit. Dazu zählen auch Hörimplantate. 2

[1]Weltgesundheitsorganisation (WHO) Development of a new Health Assembly resolution and action plan for prevention of deafness and hearing loss. http://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/EB139/B139_5-en.pdf?ua=1. Zugriff: Mai 2017.

[2]Weltgesundheitsorganisation (WHO) Factsheet zu Taubheit und Hörverlust http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs300/en/. Letzter Zugriff: Mai 2017

HörPate Petr Dobias als Botschafter für Hörimplantate auf Seniorenmesse aktiv

HörPate Petr brachte den Besuchern der Seniorenmesse „Die 66“ in München das Thema Hörimplantate näher.

Von 19. – 21. Mai gastierte die Seniorenmesse „Die 66“ in München. Die Themenpalette der Aussteller reichte von Mode und Beauty über Sport und Reisen bis hin zu Finanzen und Gesundheit.

MED-EL war mit einem Ausstellungsstand vertreten, um die breite Öffentlichkeit über Hörimplantate zu informieren. Hund Johann, Hauptdarsteller des Messestands, kam bei den Besuchern unheimlich gut an und verlockte zu lustigen Fotosessions. Ich, HörPate Petr Dobias, verstärkte das Team und erzählte den Besuchern am Stand aus erster Hand über mein Leben mit zwei Cochlea-Implantaten.

Als HörPate stellte ich auch auf dieser Veranstaltung fest, dass Hörimplantate trotz der zunehmenden Zahl an Nutzern noch sehr unbekannt sind. Einige Damen und Herren erkannten an meinen Ohren „das gleiche Gerät wie Herr Beckstein“. Der ehemalige Ministerpäsident Bayerns hat Hörimplantate durch seine Gehörlosigkeit eindeutig bekannter gemacht. Dennoch war der Aufklärungsbedarf sehr hoch, aber auch das Interesse an Cochlea-, Mittelohr- und Knochenleitungsimplantaten.

Viele Besucher waren auf der Suche nach Alternativen, wenn ihnen selbst das beste Hörgerät kein zufriedenstellendes Hören mehr ermöglichte. Eine häufig gestellte Frage war, ob Hörimplantate in lauter Umgebung ausreichend seien. Einseitige Ertaubung und Lösungen bei Tinnitus zählten ebenfalls zu den heißen Themen. Ein anderes brennendes Thema rund um Hörimplantate war die Operation: wie lange dauert der Eingriff selbst, wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt? Welche Nebenwirkungen sind zu befürchten? Welche Risiken gehen mit der Implantation einher? Mein Argument, dass eine Knie- oder Hüftprothese wahrscheinlich ein schwererer Eingriff sind, beruhigte die Fragesteller.

Ich erläuterte den vornehmlich älteren Besuchern, wie wichtig gutes Hören im Alter sei. Unbehandelter Hörverlust führt hat ja oft negative Auswirkungen auf die Gesundheit, etwa sozialen Rückzug, Depressionen, aber auch ein größeres Sturzrisiko geht damit einher. Zahlreiche Standbesucher erkannten auch bei ihren schwerhörigen Familienmitgliedern, dass sie sich immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen.

Ich konnte auch Missverständnisse zu den Kosten, Indikationen und Nutzen von Hörimplantaten aus dem Weg räumen. Fast alle Besucher waren überrascht, dass Hörimplantate von den Krankenkassen bezahlt werden. Noch mehr erstaunte sie, wie gut ich als Gehörloser mit meinen Hörimplantaten zurecht komme. Viele meiner Gesprächspartner konnten nicht glauben, dass ich ohne CI gar nichts höre.

Die Besucher am Stand waren dankbar, dass ich ihnen den Weg zum Hörimplantat Schritt für Schritt erklären konnte. Das nahm vielen die Angst vor einem Eingriff. Über konkrete Adressen von Hörimplantat-Kliniken, an die sich Interessierte wenden können, waren sie dankbar.

Durch die Teilnahme an der Seniorenmesse „Die 66“ konnte ich zahlreiche Menschen über Hörimplantate informieren und ihnen das Wichtigste über den Weg zu und das Leben mit Cochlea-Implantaten vermitteln. Spannende Gespräche mit Interessenten, aber auch die eine oder andere Lebensgeschichte mancher Besucher, rundeten den Messealltag ab. Es waren interessante Tage, an denen ich als HörPate meine Mission „Aufklärung über Hörimplantate“ zufriedenstellend erfüllen konnte.

Hörimplantat-Hersteller MED-EL startet Ratgeberplattform

28. Februar 2017 – Starnberg, – Hörimplantate eröffnen Menschen mit Hörschädigung eine Welt voller Sprache, Töne und Musik. Doch vor einer Implantation durchlaufen Patienten einen oft langwierigen Prozess – sie suchen nach Informationen, dem richtigen Facharzt, der Klinik und natürlich dem geeigneten Implantat. Während dieses Prozesses stellen sich Fragen, die nur von Implantat-Trägern selbst beantwortet werden können. Zum Welttag des Hörens am 3. März startet MED-EL als weltweit führender Hersteller von Hörimplantaten deshalb das HörPaten-Programm – über die Website www.hörpaten.de können Interessenten direkt mit Implantat-Trägern in Kontakt treten. So kann sich jeder einen HörPaten an seine Seite holen.

„Ich war taub, jetzt steht mir die Welt offen!“

Einer der HörPaten ist der 22-jährige Max aus Würzburg. Er absolviert gerade sein Masterstudium, spielt in der Freizeit Rugby und hört gerne Musik. Er führt das ganz normale Leben eines jungen Studenten, das ohne moderne Medizin und komplexe Technik so nicht möglich wäre. Max kam taub zur Welt – vermutlich aus einem ganz banalen Grund: Seine Mutter hatte während der Schwangerschaft eine Grippe.

HörPate aus Überzeugung: Max (22) aus Bayern

Noch in der Klinik fiel seinen Eltern eine Broschüre über Cochleaimplantate (CI) des Herstellers MED-EL in die Hände. CIs sind Hörhilfen, die den fehlenden Hörsinn ersetzen können. So wird Max noch als Kleinkind auf einer Seite operiert und kann dadurch ganz normal sprechen lernen. Später ist er sogar das erste Kind weltweit, das auch noch ein zweites Implantat erhält und so das räumliche Hörvermögen erlangt. „Dank meiner Implantate kann ich frei entscheiden, was ich tun möchte“, so Max heute. Aus dieser persönlichen Erfahrung heraus will er möglichst vielen Betroffenen Mut machen, sich ebenfalls implantieren zu lassen. Als HörPate versucht er, Patienten ihre Ängste zu nehmen.

Ratgeber für Hörverlust in jeder Phase des Lebens

Josephine aus Oldenburg verlor ihr Gehör als Teenager, Petr aus Eberswalde erst als erwachsener Mann auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Isabelle betreibt mit ihren Implantaten Leistungssport, Silke kann heute im Alter von 36 Jahren nach einer langen Zeit der Stille wieder die Stimme ihres Mannes hören. Und die 12-jährige Amelie aus St. Leon-Rot spielt heute dank ihrer Cochleaimplantate Theater und Geige und besucht ein normales Regel-Gymnasium. Alle HörPaten haben eines gemeinsam: Sie haben eine erfolgreiche Implantation bereits hinter sich und möchten ihre Erfahrungen gerne weitergeben. Es ist ganz einfach, direkt mit ihnen in Kontakt zu treten: Auf der Webseite www.hörpaten.de finden sich die Geschichten der HörPaten – und über nur einen Klick kann man ihnen eine Nachricht schicken. Für einen unverbindlichen Austausch und um all die Fragen loszuwerden, die nur jemand beantworten kann, der selbst ein Implantat nutzt.

Technik, die das Leben verändert

Bis heute ist das Cochleaimplantat die einzige Technologie, die bei gehörlosen Menschen ein fehlendes Sinnesorgan ersetzen kann. Ein Cochleaimplantat-System besteht aus zwei Teilen: dem externen Audioprozessor, der hinter dem Ohr oder sogar frei vom Ohr getragen wird, und dem internen Implantat unter der Haut. Der Audioprozessor wandelt akustische Reize um und gibt sie an das Implantat weiter – so hilft ein CI Menschen mit schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit, wieder hören zu können.

MED-EL hat mittlerweile die breiteste Produktpalette implantierbarer Lösungen, je nach Art und Ausprägung des Hörverlusts: Wenn medizinische Gründe gegen ein Hörgerät sprechen, stehen auch Mittelohrimplantate wie die Vibrant Soundbridge oder die BoneBridge Knochenleitungsimplantate zur Verfügung. Ist noch ein Restgehör vorhanden, helfen Systeme für Elektrisch Akustische Stimulation (EAS) – eine Kombination aus Cochleaimplantat und Hörgerät.

Implantate von MED-EL: Technologie, die Gehör verschafft
Implantate von MED-EL: Technologie, die Gehör verschafft

Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Hörimplantat und die Operation. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv und wird bei Patienten jeden Alters durchgeführt. Ein Hörimplantat ermöglicht auch bei älteren Erwachsenen bessere Kommunikation, mehr Unabhängigkeit und stärkeres Selbstvertrauen. Grundsätzlich gilt: Je früher altersbedingter Hörverlust behandelt wird, desto höher ist die Lebensqualität auch in hohem Alter.

Mehr Informationen aus erster Hand gibt es unter de.hoerpaten.com

Über die HörPaten

Das HörPaten-Programm möchte bei einer informierten Entscheidung vor einer Implantation bestmöglich unterstützen – mit ausführlichem Hintergrundwissen und aktuellen Informationen aus erster Hand. Die Vielzahl der im Internet verfügbaren Informationen ist oftmals erschlagend und ohne eine Einordnungshilfe wenig nützlich. So unverzichtbar die Aufklärung durch ärztliche Fachkräfte und medizinische Broschüren auch ist, können manche Fragen ausschließlich durch Träger von Hörimplantaten selbst beantwortet werden. Ganz gleich, ob für Elternteile eines schwerhörigen Kindes oder für selbst von Schwerhörigkeit Betroffene: Das HörPaten-Programm vermittelt Menschen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung teilen können.

Das HörPaten Programm hilft:

  • mit gleichgesinnten Hörimplantat-Patienten Verbindung aufzunehmen
  • sich mit Menschen, die diese Situation genau kennen, über Gedanken und Gefühle auszutauschen
  • von der gesammelten Erfahrung anderer Anwender zu profitieren
  • Antworten auf Fragen zu bekommen, die man einem Arzt nicht stellen möchte
  • zu verstehen, wie das Leben mit Implantat wirklich aussieht
  • wertvolle Tipps für den Alltag mit Implantat zu erhalten
  • mit Implantat-Trägern in einem weltweiten Online-Forum in Kontakt zu treten